Harte Schale – weicher Kern

Hallo an die, die dies lesen!

Es ist ja jetzt doch etwas Zeit vergangen obwohl ich das gar nicht wollte aber nun ist es eben so.

Ich sitze gerade auf dem Sofa, der Laptop auf meinem, vom Essen vollen Bauch, es läuft „Old School Metal“ – Megadeth, Slayer, Halloween und und aber der alte Kram halt. Neben mir mein Notizbuch… Es ist schon sehr voll. Mehr ein Tagebuch meiner Gedanken, statt flüchtige Einfälle. So viel was ich schreiben und los werden möchte.

Ein Teil davon und das wohl der Größte, ist dass sich bald unser komplettes Leben, verändern wird. Der Herzmann hat eine neue Arbeit, ca 400km von unserer jetzigen Heimat entfernt. Er pendelt so gut er kann und kommt sogar manchmal schon Donnerstag Abend statt Freitag nach Hause aber trotzdem ist ein Wochenende doch sehr kurz. Von Anfang an habe ich mich entschlossen ihm zu folgen. Nicht nur weil unser Sohnemann ihn jetzt schon immer so vermisst, sondern auch um eine Chance zu sehen um einen kompletten Neuanfang zu wagen.

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Auch wenn ich eher ein Vogelliebhaber bin, beschreibt so ein Wiesent/ Bison meinen Charakter am besten. Es sind starke sogar furchteinflößende Tiere, zumindest wirken sie äußerlich so, doch im Inneren sind sie so sanftmütige Wesen. Sie wollen auf ihrer Wiese rum laufen, Gras fressen, Nachwuchs zeugen und groß ziehen, schon sind sie zufrieden.

Nicht dass ich das auch will obwohl ich so einen Minimalismus, den Tiere haben sehr schätze. Aber ich sehne mich einfach nach Frieden und ich möchte nicht mehr so viele Sorgen haben und innerlich damit ringen. Ich möchte sie nach Außen tragen und mit ihnen Auge um Auge kämpfen, etaws ändern.

In die neue Heimat möchte ich meine Gedanken die ich jetzt habe nicht mit nehmen. Ich baue sie nach und nach schon ab aber es ist so schwer.

Man lässt so viel zurück. Freunde, Familie, das stabile Umfeld des Kindes und die Arbeit. So einfach wieder zurück kommen geht mit Kind ja auch nicht.

Ich freue mich aber auch ein paar Sorgen hinter mir zu lassen. Der Herzmann ist glücklich mit der neuen Arbeit und für unseren Sohn und mich viel zugänglicher, er nimmt kein Frust der alten Arbeit mit nach Hause. Manche Menschen, die mir einfach zu unangenehm sind muss ich nicht mehr sehen und ich lasse einen schlechten Teil meiner Vergangenheit zurück und hoffe das er mich nie wieder auffinden wird, damit ich Frieden habe.

Ich möchte mich beruflich ändern und sogar mich schulisch weiterbilden um auch diesen grauen Fleck in meinem Leben mehr Farbe zu geben. Ich mag meinen jetzigen Beruf schon aber einige Umstande und das Gefühl „da gehöre ich nicht hin“treiben mich voran. Ich kann mehr schaffen wenn ich nur will und mir Mühe gebe!

Auch wenn ich gerade in einem sehr schmalen Spalt sitze, wo ich alle Vor- und Nachteile zähle und auswerte bin ich voller guter Dinge. Mit meinen zwei Männern links und rechts an der Hand habe ich doch sowieso schon alles was ich brauche. Das weiß das Herz, doch der Kopf muss auch mit ziehen…

Eure Rabenschnabel

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